Roter Renner



Beliebtes Tuning-Objekt – 1991er Corsa A

Was vielleicht nicht alle, die Corsa fahren, über ihren Liebling wissen, ist, dass Corsa „Rennen“ bedeutet. Der erste seiner Generation, der Corsa A, ist nach wie vor ein beliebtes Modell. Als er 1982 erschien, wurde er auch zu einem beliebten Tuning-Objekt. So wurde er von den Firmen Irmscher und Lexmaul als Cabriolet oder Speedster angeboten. Der Opel-Tuner Mattig machte einen Breitbau aus dem Kleinwagen, Michalak verwandelte den Rüsselsheimer in ein heckgetriebenes Cabriolet. Und flash-Leser René Schubert? 1998 legte er sich den A-Corsa 1.2 City zu. Er wechselte damit von einem Trabant 601 zum unwesentlich größeren Corsa und machte daraus seinen persönlichen Renner.

Der kleine 1,2-Liter-Motor musste für mehr Hubraum weichen. René besorgte sich einen C20NE-Motor, der unter anderem im Opel Calibra oder Kadett E verbaut wurde. Dank des bearbeiteten Zylinderkopfs und einer scharfen 288°-Risse-Nockenwelle konnte er die Leistung auf insgesamt 150 PS steigern. Ein Racemax-Ölkühler sowie eine Irmscher-Einspritzanlage rundeten die Arbeiten am neuen Triebwerk ab. Um die Kraftübertragung kümmert sich ein länger übersetztes F16-Getriebe, das über ein erleichtertes Schwungrad die Motorkraft überträgt. Die Abgase befördert eine Eigenbau-Auspuffanlage mit 63 Millimeter Durchmesser, die mittels Lexmaul-Fächerkrümmer noch die ein oder andere Pferdestärke freisetzt. Den Motorraum lackierte René passend zum schwarzen C20NE in Schwarz, ganz im Gegensatz zur Karosserie-Lackierung in Dunkelrot.

Vom Topmodel GSi stammen die Frontschürze und die Heckstoßstange. Dazu gestaltete René mit Luftschlitzen sowie einem Tankdeckel aus Alu individuelle Details. Abschließend verbaute der Opel-Fan dunkle Scheinwerfer und rote Rückleuchten. Der nun sportlicher aussehende Corsa wurde auch im Innenraum dem neuem Look angepasst. Ein 30er Momo-Sportlenkrad sowie die Raceland-Sportsitze zeugen bereits von der neu gewonnen Agilität. Außerdem verpasste René seinem „Renner“ den beliebten Digital-Tachometer aus dem Kadett GSi. In Sachen Car-HiFi steht René mehr auf Auspuffsound als auf fette Beats. Von daher verbaute er lediglich ein Pioneer-Radio, das mit den beiden Lautsprechern im Armaturenbrett gekoppelt ist.
Damit René die Leistung auch immer stets im Griff hat, verbaute der gelernte Gas-Wasser-Installateur ein KW-Gewindefahrwerk der Variante 3, das bekanntlich neben der Höhenverstellung auch in der Zug- und Druckstufe einstellbar ist. Dazu kamen noch wuchtige 7 x 15 Zoll große ATS-GTC-Competitione-Felgen, die mit 195er Barum-Reifen ausgestattet wurden. Hinter den 15-Zöllern verbirgt sich an der Vorderachse eine Kadett-E-GSi Bremsanlage. Hinten beließ René es bei den serienmäßigen Trommeln.
Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Er möchte in der Zukunft noch einiges an seinem Renner verändern. „Es handelt sich hier um eine „never ending story!“ Wie das nun mal so ist, handelt es sich bei den meisten Showcars zum Zeitpunkt des Foto-Shootings um eine Momentaufnahme. Schon beim nächsten Treffen an der Magdeburger Börde könnte der Corsa wieder ganz anders aussehen…



flash-Facts*:

Typ: Corsa A (1991)
Motor: 2-Liter-Reihenvierzylinder (C20NE), Motorraum schwarz lackiert, Bohrung x Hub: 86,0 x 86,0 mm, Verdichtung: 9,2:1
Auspuff: Lexmaul-Fächerkrümmer, 63-mm-Eigenbau-Auspuffanlage
Leistung: 150 PS
Kraftübertragung: Frontantrieb, lang übersetztes F16-Getriebe
Vorderachse: KW-Gewindefahrwerk der Variante 3, 60 mm, GSi-Stabilisatoren
Hinterachse: KW-Gewindefahrwerk der Variante 3, 40 mm, GSi-Stabilisatoren
Felgen: ATS-GTC-Competitione in 7 x 15 Zoll ET38
Bereifung: Barum Bravuris, 195/45-R15 (v/h)
Bremsen: Kadett-E-GSi-Bremsanlage 256 x 24 mm vorne, Trommelbremse hinten
Weitere Extras: Irmscher-Dekor, Alu-Tankdeckel, Corsa-GSi-Frontschürze und Heckschürze, Luftschlitze vorne im Kotflügel, schwarze Scheinwerfer, rote Rückleuchten, Originalfarbe: Mexikorot, Neulack: Dunkelrot
Interieur: 30er Momo-Sportlenkrad, Raceland-Sportsitze, Digital-Tachometer vom Kadett GSi, Leder-Verkleidungen, Schaltkulisse umgebaut
ICE: Pioneer-Radio, zwei Lautsprecher im Armaturenbrett
Danksagungen an: meine Jungs

*(Halter – bzw. Herstellerangaben)

Von: Text & Fotos: Dominique Fourcade

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