High Five

Fotos: Audi

Fünfzylinder-Freunde können aufatmen: Auch die aktuelle A3-Familie wird um einen RS3 Sportback ergänzt. Wie sein Vorgänger wird auch das neue Top-Modell der Baureihe von einem aufgeladenen 5-Ender befeuert. Die Eckdaten des für Mitte 2015 avisierten Boliden klingen bereits auf dem Papier heiß. Aus fünf Töpfen und einem Hubraum von 2,5 Litern zaubert Audis High-Performance–Tochter quattro GmbH satte 367 PS unter die Motorhaube des neuen RS 3. In Kombination mit serienmäßigem Allradantrieb und einem 7-Gang-S tronic-Doppelkupplungsgetriebe wird RS 3 zum Spurtkönig.

Die zweite Auflage der Spaß-Rakete im A3-Format macht bereits auf dem Papier Lust auf mehr. Der TFSI-Fünfzylinder soll ein Drehmoment von 465 Nm auf die Kurbelwelle laden. Letzteres liegt bereits bei 1.625 1/min an und bleibt bis 5.550 Touren konstant. Gepaart mit einem Leistungsgewicht von 4,14 Kilogramm pro PS, der Sportback bringt insgesamt 1.520 Kilogramm Leergewicht auf die Waage, spurtet der RS 3 in beachtlichen 4,3 Sekunden auf Tempo 100. Den Zwischenspurt von 60 auf 100 km/h im vierten Gang hakt er in 4,1 Sekunden ab. Im fünften Gang vergehen zwischen 80 und 120 km/h 5,8 Sekunden. Ein Ende des brachialen Vortriebs ist erst bei 250 km/h - elektronisch begrenzt – erreicht.

Für Gänsehaut-Feeling dürften aber nicht nur der immense Durchzug und ein gieriges Drehvermögen bürgen. Das Stichwort lautet „Soundtrack“. Kehliges Röhren und giftiges Fauchen, unterlegt vom Rhythmus der Fünfzylinder-Zündfolge 1 - 2 - 4 - 5 – 3. So muss der klassische Audi-Beat klingen. Um diesesn Klanggenuss zu intensivieren, montierten Audis Techniker zwei Klappen in den Abgasrohren hinter dem Endschalldämpfer. Sie steuern den Abgasstrom und verstärken– abhängig von Last und Drehzahl – das Klangerlebnis des Fünf-Enders. Die Befehlsgewalt über die Klappensteuerung liegt beim Fahrer selbst. Er kann sie über das Fahrdynamiksystem Audi drive select beeinflussen.

Sportlich geht es auch bei der Auslegung des RS3-Fahrwerks zu. Um den Sportback in jeder Lage sicher in der Spur zu halten, revidierte die quattro GmbH das Fahrwerk nachhaltig. Neben einer sensiblen Progressivlenkung mit elektromechanischer Servounterstützung sowie spezieller RS3-Kennlinie erhielt der Sportback eine modifizierte Radaufhängung. An der Vorderachse kommt eine McPherson-Radaufhängung mit 1.559 Millimeter Spurweite und hochfesten Aluminium-Schwenklagern zum Einsatz. Die Hinterachse ist eine Vierlenker-Konstruktion mit Lenkern aus hochfestem Stahl. Dazu kombinierte die quattro GmbH ein straff abgestimmtes RS-Sportfahrwerk, welches die Karosserie um 25 Millimeter absenkt. Optional wird das adaptive Dämpfungssystem Audi magnetic ride erhältlich sein.

Der permanente Allradantrieb quattro gehört selbstredend zum Serienumfang des RS3 Sportback. Dessen zentrales Bauteil ist eine elektronisch gesteuerte und hydraulisch betätigte Lamellenkupplung, welche aus Gründen der besseren Achslastverteilung platzierten an der Hinterachse platziert worden ist. Das von der quattro GmbH revidierte Bauteil nutz eine speziell zugeschnittene Software, welche die übertragbaren Antriebsmomente blitzschnell und bedarfsgerecht an Vorder- und Hinterachse verteilt. Abhängig von Fahrstil und Reibwert der Fahrbahn sollen so zwischen 50 und 100 Prozent der übertragbaren Antriebskräfte an die Hinterachse geleitet werden können.

Einzige bittere Pille des RS3: Freunde handgerissener Getriebe kommen nicht auf ihre Kosten. Ein 6-Gang-Schaltgetriebe wie im S3 wird es für den RS nach heutigem Stand nicht geben. Stattdessen sponsert Audi die aktuelle Siebengang-S-tronic. Nach einer Revision durch die quattro GmbH sind deren untere Gänge sportlich kurz übersetzt, während der siebte Gang verbrauchssenkend lang ausgelegt worden ist.

Um den kompromisslosen Auftritt des RS3 Sportback auch optisch zu unterstreichen, waren kosmetische Maßnahmen an der Außenhaut unumgänglich. Der Unterschied zum A- und S3 wird bereits im Gesicht des RS-Modells deutlich. Der Singleframe-Grill trägt ein Gitter in Wabenoptik in hochglänzendem Schwarz. Das Profil sticht mit verbreiterten Kotflügeln, kantigen Schwellerleisten, Spiegelgehäusen in matter Aluminiumoptik und einem großen Dachkantenspoiler ins Auge. Ein markanter Stoßfänger, ein hochglänzend schwarzer Diffusoreinsatz samt Wabengitter und vier Stegen sowie zwei üppige, ovale Abgas-Endrohre verhelfen dem RS 3 zu einer knackigen Kehrseite.

Die sportliche Note des Exterieurs setzt sich auch im Inneren fort. Das Interieur ist serienmäßig in schwarz gehalten und mit gezielt platzierten RS-Logos verfeinert worden. Für das wohl geformte Sportgestühl wird es serienmäßige Feinnappa-Lederpolster mit felsgrauen Kontrastnähten geben. Zudem verbaut Audi ein unten abgeflachtes RS-Multifunktions-Sportlenkrad mit Leder und Alcantara-Partien. Im FIS des RS3, Audis Fahrerinformationssystem, ein Laptimer, eine Ladedruckanzeige sowie ein Ölthermometer abgerufen werden.

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