Avanti, Audi!

Fotos: Audi

Mit dem Audi prologue ist es noch nicht getan. Im November 2014 zeigte Audi das Concept Car auf der Los Angeles Motorshow. Pünktlich zum Genfer Automobilsalon zieht der Hersteller mit der Kombivariante nach und präsentiert den Audi prologue Avant. Beide Varianten sollen einen Ausblick auf die zukünftige Designsprache der Marke geben. Die sieht viel versprechend aus. Die Front des 5,11 Meter langen Fünftürers wird von einem Singleframe‑Grill, der tiefer und breiter ist als bei den aktuellen Serienmodellen, dominiert. In den Scheinwerfern wird natürlich die hochauflösende Matrix-Laser‑Technologie präsentiert. So ist das Licht in eine Vielzahl winziger Pixel zerlegt, die sich optimal verteilen und so beispielsweise entgegen kommende Autosfahrer nicht blenden.

Auffällig ist der lange Vorderwagen und eine Dachkuppel, die früh wieder abfällt und über extrem flach liegende D‑Säulen zum Heck zieht. Das Hecklicht läuft als Band über die volle Breite des Autos und verbindet so die LED‑Heckleuchten miteinander. Das lässt das Showcar noch wuchtiger wirken. Nicht weniger als 22-Zoll‑Räder liegen in den Radkästen, auf denen Reifen im Format 285/30 aufgezogen sind.

Auch das Interieur hat Audi neu definiert. Wer die in den Fensterschachtleisten integrierten Sensorflächen berührt, öffnet damit die grifflosen Türen. Der Innenraum soll laut Audi an eine Lounge erinnern – zu diesem Eindruck tragen sicherlich die beiden einzelnen Sitze im Fond bei. Dunkle Farben dominieren und werden dann und wann von Alu-Applikationen oder Alcantare-Einsätzen aufgelockert. Am augenfälligsten ist wohl das neue Anzeige- und Bedienkonzept, das nebenbei Interaktionen zwischen Fahrer und den anderen Passagieren ermöglicht. So wimmelt es von Displays. Zunächst einmal ist die Front der Instrumententafel in voller Breite als Anzeigefläche gestaltet und integriert drei Touch‑Displays. Auf der Konsole des Mitteltunnels befindet sich ein weiteres Display. Es ist speziell für den Fahrer konzipiert, der darauf Klimaanlage und Infotainmentsystem einstellen kann. Außerdem kann er darauf „schreiben”.

Dem Beifahrer muss auch nicht unbedingt langweilig werden. Ihm steht ein in die Instrumententafel integriertes Widescreen-Display zur Verfügung. Wisch und weg – so kann er beispielsweise seine Musik-Playlist auf das rechte Fahrer-Display schicken. Und damit die Passagiere im Fond etwas zu tun haben, steht auch ihnen ein Display in der Mittelkonsole zur Verfügung. Es besteht genauso wie das vordere aus einer hauchdünnen, biegsamen OLED‑Folie (Organic Light Emitting Diodes, organische Leuchtdioden) und liegt ebenso flach versenkt, wenn es nicht genutzt wird.

Ansonsten stellt es sich schräg auf und richtet seine Neigung sogar nach der Stellung der Fondlehnen aus. Mithilfe des Displays werden Sitzeinstellungen, Klimatisierung, Audio/Video und Ambiente-Einstellungen im Fondbereich vorgenommen. Darüber hinaus können die Passagiere mit dem Fahrer Daten austauschen. Mit dem neuen Audi Q7 wurde auch das so genannte „Audi tablet” vorgestellt. Im prologue Avant finden sich zwei davon, etwas weiterentwickelt, ebenfalls mit OLED-Technologie und ausklinkbar.

Apropos Q7:  Der Audi prologue Avant nutzt seriennahe Technologie. So kommt der Plug‑in‑Hybridantrieb des Audi Q7 e‑tron quattro in einer höheren Ausbaustufe zum Einsatz. Der 3-Liter-TDI‑Motor und die E‑Maschine geben zusammen 335 kW (455 PS) Systemleistung und 750 Nm Systemdrehmoment ab. Damit kann er den Sprint von 0 auf 100 in 5,1 Sekunden schaffen und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen. In Sachen elektrischer Reichweite sind nicht mehr als 54 Kilometer drin.

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