Vom Jäger zum Gejagten!




Der Jäger – 1973er Commodore B Coupé

Auf der Motorshow 2015 sahen wir diesen schicken Opel-Commodore-B-Coupé. Peter Zimmermann der Eigentümer war natürlich genau an diesem Tag nicht auf der Messe, aber seine Freunde vom Club informierten Ihn über unser Interesse an einem Fotoshooting. Peter meldete sich darauf hin und wir beschlossen auf den ersten Sonnenschein zu warten um euch dieses alte Coupé vorstellen zu können. Peter ist von Oldtimern begeistert und liebt es mit seinem Commodore auf der Bahn deutlich jüngere Fahrzeuge, darunter besonders die BMW-, Mercedes- und Audi-Fahrer, zu ärgern. Oft bleibt den anderen nur die Erinnerung an ein GS-R Zeichen auf der Heckklappe, den Peters Coupé hat es in sich.

Unter der Motorhaube die ursprünglich von einem alten GM-Ranger stammt, blubbert nämlich ein zorniger 4.0-Liter Sechszylinder mit einer scharfen Nockenwelle aus dem Hause Irmscher. Der 24 Ventiler wurde früher im Omega-A verbaut. Mittels großes Drosselklappe und geänderten Einspritzventilen spuckt die Eigenbau-Auspuffanlage satte 288 PS aus. Doch die unglaubliche Power aus dem Sechszylinder konnte nicht so Problemlos auf die Straße übertragen werden. Immer wieder wurden die Getriebe zu heiß. „Davor habe ich schon drei Getriebe verschließen!“ sagte uns Peter. Damit sich das nicht wiederholt hat der gelernte Kfz-Mechaniker nun ein 4.-Gang-Automatikgetriebe aus dem Opel Senator-B verbaut, das bisher Problemlos hält. Damit die Power auch optimal auf die Straße übertragen werden kann, fährt Peter aktuell 215er Toyo Proxess-Reifen vorne und 225er Michelin Pilot Sport Semi-Slicks. In kürze wird Peter auf die Hinterachse die 225er Gummis, durch 245/40R15 Semi-Slicks ersetzten. Die wuchtigen American-Racing-Felgen in 7 & 8,5 x 15 Zoll haben einen Lochkreis von 120,65 und konnten deshalb nicht so leicht montiert werden. Deshalb wurde spezielle Radschrauben mit Zentrierung gedreht und Zentrierringe mit einem 3D-Drucker angefertigt. In Sachen Fahrwerkstechnik verbaute Peter gekürzte Federn vom Mercedes W116 auf der Vorderachse sowie die Federung vom Chevrolet Malibu auf der Hinterachse. Kombiniert mit Weidner-Bilstein-B6-Stoßdämpfern sowie verstärkte Querlenker, PU-Buchsen und dank des einstellbaren Panhardstabs fliegt der Commodore förmlich von Kurve zu Kurve. Trotz der 40mm Spurverbreiterung neigt das Coupé immer noch sehr gerne dazu mit dem Heck auszubrechen und dem Fahrer mit puren Fahrspaß zu vergnügen.

Racing-Look

Auch von der Optik her, passt sich der Commodore seiner Kraft an. Schon alleine die beiden Lufteinlässe in den vorderen Kotflügel lassen schon erahnen das unter der Haube mehr als ein 3-Zylinder verbaut sein muss. Die mit Carbon-Folie überzogene Motorhaube und Heckklappe sind weitere Merkmale dafür, das der Besitzer seinen Inspiration im Motorsport gefunden hat. Während die Front vom originalen Frontspoiler vom GSE verschönert wird, sorgen an der Heckpartie die Kotflügel vom Ford Escort RS sowie die Abrisskante sowie die Chrom-Lufthutzen an den hinteren Kotflügeln für viele kleine optische Leckerbissen. Abgerundet wird das sportliche Design von dunkel lasierten Rückleuchten sowie von den Bi-Xenon-Hauptscheinwerfern.

Aber auch im Innenraum finden sich Elemente die dem Motorsport Nachempfunden sind wieder. Da wäre zum Beispiel die Einzelanfertigung in Echtcarbon, das Armaturenbrett. Wo hat man das schon mal gesehen? Dazu kommen weiße Tachscheiben die einen kleinen Farbtupfer in den sonst in Wagenfarbe oder schwarz gehaltenen Innenraum. Ein kleines Sportlenkrad sowie der auf das Senator-B-Getriebe angepasste original Schalthebel unterstützen den Fahrer in den Recaro-Classic-Sitzen, bei der jagt von einer Kurve zur nächsten. Aber Peter setzt trotz aller Motorsportlichen Ambitionen dennoch auch ein wenig auf Komfort. Vom Opel Monza verbaute der gelernte Kfz-Mechaniker die elektrischen Fensterheber, während die Mittelkonsole aus zwei verschiedenen Fahrzeugen stammt. Das vordere Stück liefert der Commodore-B und das hintere Stück der Senator-B. Beide passte der Rentner in Mühevoller Arbeit zur einer Einheit zusammen. Selbst lange Autobahnfahrten sind dank der bequemen Recaro-Classic-Sportsitze kein Problem. Von daher kann es auch nicht schaden, ein wenig Entertainment an Bord zu haben. Ein Android Multimedia-Radio mit integriertem Navigationssystem sorgt nicht nur dafür das Peter immer zu seinen Zielen findet, sondern auch dafür, das er und seine Begleitung Mittels Crunch-1000W-Endstufe, Rockford-Fosgate-Lautsprechern und einem Shark-Subwoofer regelrecht beschallt werden.
Peter ist wirklich ein begeisterter Autoliebhaber. Zuhause wartet noch ein Replica Lotus Omega-A und der Ranger von seinem Sohn darauf, das Peter sich um sie kümmert. Zusätzlich hat Peter noch weitere Fahrzeuge im Bestand. Neben dem Commodore und dem Omega-A hat Peter noch einen Irmscher Senator-B der sich ebenfalls noch im Aufbau befindet. Da wird dem Peter aber erst einmal nicht langweilig.



Flash Facts*

Typ: Commodore B Coupé
Motor: 4,0-Liter-24-DOHC-Reihensechszylinder (C40SE), Ventildeckel, Y-Rohr, Lichtmaschine, Stirndeckel verchromt, große Drosselklappe und geänderte Einspritzventile, Porsche-Benzinpumpe, Irsmscher-Nockelwelle
Auspuff: V2A-Stahl-Eigenbau-Auspuffanlage,
Leistung: 288 PS
Kraftübertragung: Heckantrieb, 4.Gang-Automatikgetriebe aus dem Senator B
Vorderachse: Federung vom Mercedes W116 gekürzt, Weidner-Bilstein-B6 Dämpfer, verstärke Querlenker, PU-Buchsen, 40 mm Tieferlegung
Hinterachse: Starrachse, Chevrolet Malibu Federung, Weidner-Bilstein-B6 Dämpfer, PU-Buchsen, einstellbarer Panhardstab, 40 mm Tieferlegung
Felgen: American-Racing-Felgen in 7 x 15 Zoll ET0 vorne und 8,5 x 15 Zoll ET-10 hinten
Bereifung: Toyo Prozess-Reifen in 215/45R15 vorne und Michelin Pilot Sport Semislicks in 225/50R15 hinten ( wird jetzt auf 245er Reifen umgerüstet)
Bremsen: 4-Kolben-Bremssättel vom 7er BMW vorne, hinten Trommelbremse
Weitere Extras: Lufteinlässe in den Kotflügeln vorne, Ranger Motorhaube, Camaro-Außenspiegel, modifizierter Kühlergrill, GS/R Emblem im 3D-Drucker dem Original-Emblem nach empfunden, Eigenbau-Chromlufthutzen an den hinteren Radläufen, hintere Radläufe vom Ford Escort RS, Original GSE-Frontspoiler, Universal Abrisskante, Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer, lasierte Rückleuchten, GM-Ranger Motorhaube, die Felgen haben einen Lochkreis von 120,65 deshalb wurden spezielle Radschrauben mit Znetrierung gedreht und Zentrierringe
Interieur:Echtcarbon-Armaturenbrett Einzelanfertigung, Raid-HP-Carbon-Sportlenkrad, weiße Zifferblätter einzelanfertigung, Recaro-Classic-Sitze aus BMW 635 CSI, diverse Teile mit Büffelleder und Alcantara bezogen, Blau beschichtete Verglasung, Blauer Dachhimmel Eigenbau
ICE: Android Multimedia-Radio mit Navigationssystem, Crunch 1000W-Verstärker, Rockford-Fosgate-Lautsprecher, Shark 1000W-Subwoofer, Orginal-Schalthebel auf Senator-B-Getriebe angepasst, Umbau auf elektrische Fensterheber vom Opel Monza, Eigenbau-Mittelkonsole vom Commodore B vorne und Senator-B hinten angepasst


*(Halter- bzw. Herstellerangaben)

Von: Text & Fotos: Dominique Fourcade

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